{"id":197,"date":"2012-11-01T08:21:58","date_gmt":"2012-11-01T08:21:58","guid":{"rendered":"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=197"},"modified":"2014-03-10T13:06:17","modified_gmt":"2014-03-10T13:06:17","slug":"de-mail-ist-kein-iphone-presseschau-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=197","title":{"rendered":"De-Mail ist kein iPhone: Presseschau II"},"content":{"rendered":"<p>Und <a title=\"De-Mail-News: De-Mail ist kein iPhone: Kurze Presseschau\" href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=172\">wieder einmal<\/a> eine kurze Presseschau zur De-Mail unter dem immer noch knackigen Titel &#8222;De-Mail ist kein iPhone&#8220;. Denn noch immer \u00fcberwiegt die Skepsis.<\/p>\n<p><strong>1. iX: <strong><a title=\"iX: Ziemlich \u00fcberfl\u00fcssig (18.10.2012)\" href=\"http:\/\/www.heise.de\/ix\/artikel\/Ziemlich-ueberfluessig-1723971.html\">Ziemlich \u00fcberfl\u00fcssig<\/a>\u00a0<\/strong><\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Was bleibt, ist ein Dienst, der nach einem recht umst\u00e4ndlichen Registrierungsprozess das Versenden ziemlich rechtsverbindlicher digitaler Nachrichten erlaubt \u2013 und nat\u00fcrlich nicht kostenlos ist. [&#8230;]<\/p>\n<p>Die Ersparnis gegen\u00fcber der guten alten Snail-Mail wird sich auch k\u00fcnftig im Bereich weniger Eurocent halten. Ganz zu schweigen vom Fax. Das entspricht zwar auch nicht der Schriftformerfordernis des <a href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/126b.html\" title=\"&sect; 126b BGB: Textform\">\u00a7 126b BGB<\/a>, aber die Beh\u00f6rden erkennen ein gefaxtes Dokument als fristwahrend an und Firmen akzeptieren diesen Weg als schriftliche Bestellung. Eine Firma ohne Faxger\u00e4t muss man mit der Lupe suchen, und auch in Privathaushalten sind Telekopierer [&#8230;] weit verbreitet. Und um wieder auf die Portokosten zur\u00fcckzukommen: Bei den heute \u00fcblichen Telefonie-Flatrates tendieren die f\u00fcr ein Fax gegen null.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die <a title=\"Kommentare im heise-Forum\" href=\"http:\/\/www.heise.de\/ix\/foren\/S-Ziemlich-ueberfluessig\/forum-240136\/list\/\">Kommentare<\/a> entsprechen meinen <a title=\"De-Mail-News | Heise: Jetzt geht\u2019s lo-hos!\" href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=126\">Erwartungen<\/a>.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>2.\u00a0<\/strong><strong>FAZ: <\/strong><a title=\"FAZ: De-Mail f\u00fcr dich (24.10.2012)\" href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/briefverkehr-im-internet-de-mail-fuer-dich-11937620.html\"><strong>De-Mail f\u00fcr dich<\/strong> <\/a><\/p>\n<blockquote><p>[&#8230;] Gerhard Landmann [ist]\u00a0der Leiter des Amtes f\u00fcr Informations- und Kommunikationstechnik der Stadt Frankfurt, die sich wie alle anderen Beh\u00f6rden nach dem E-Government-Gesetz auf die sichere elektronische Kommunikation einlassen muss. Es geht dabei um ein Einsparvolumen in Milliardenh\u00f6he. Die Stadt Frankfurt hat sich noch nicht f\u00fcr einen Anbieter entschieden. \u201eWir sind noch bei der Auswahl\u201c, sagt Landmann. So oder so k\u00f6nne der Verbraucher noch nicht viel mit dem digitalen Brief anfangen, meint der Amtsleiter. \u201eAnwendung und Nutzen werden sich erst allm\u00e4hlich entwickeln.\u201c [&#8230;]<\/p>\n<p>Antr\u00e4ge bei den Beh\u00f6rden zeichnen sich zudem nicht gerade durch H\u00e4ufigkeit aus. \u201eJeder sollte mal f\u00fcr sich \u00fcberlegen, wie oft er in den letzten zehn Jahren bei der Beh\u00f6rde war\u201c, sagt Amtsleiter Landmann. Er ist \u00fcberzeugt: \u201eDie Angebote an den B\u00fcrger m\u00fcssen stimmen. Was n\u00fctzt es dem Privatmann, wenn ein Rechtsanwalt die M\u00f6glichkeit hat, elektronisch bei Gericht Klage einzureichen?\u201c Auch die elektronische Signatur habe sich nicht durchgesetzt, sagt der Fachmann, da zu teuer, zu wenig Anreiz und ohne ad\u00e4quate Gegenleistung. \u201eDas war ein Flop.\u201c Landmann hat vor zwei Monaten, wie er erz\u00e4hlt, einen elektronischen Personalausweis beantragt, \u201edas volle Programm\u201c, wie er sagt. Fazit: \u201eBisher habe ich den Ausweis noch nicht einmal einsetzen k\u00f6nnen.\u201c Drei Forderungen hat Landmann aus diesem Grund: Der digitale Brief muss handhabbar sein, der Preis muss stimmen, und es muss ein Nutzen dagegenstehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch die Kommentatoren sind wenig begeistert:<\/p>\n<blockquote><p><em>Clem Carlos Schermann:<\/em> Man stelle sich nur die &#8222;Verwaltungskunden&#8220; vor, die die DE-Mail nutzen, aber aus welchen Schicksalen oder Entwicklungen auch immer den Zugang zum Internet verlieren und nicht mehr die M\u00f6glichkeit haben, bisherige Korrespondenz zu sichten bzw. auf fristen ad\u00e4quat zu reagieren. Dem steht die altmodische Methode mit echten Briefen und der postalischen Erreichbarkeit an der Wohnanschrift deutlich vorteilhafter gegen\u00fcber, da dies nicht auf spezielle Kommunikations-Infrastrukturen angewiesen ist.<br \/>\nAu\u00dferdem stellt sich mir schon die Frage, wie im Falle des Rechtsstreits und der Beweislastregelungen NutzerInnen der DE-Mail gestellt werden, die tats\u00e4chlich aus technischen oder fiskalischen Gr\u00fcnden zweitweise ihren Internetzugang nicht nutzen konnten und daher nicht mehr fristgerecht Handlungen vornehmen konnten. Die Skepsis \u00fcberwiegt.<\/p>\n<p><em>Dr. Michael Menzel:<\/em> Braucht kein Mensch! Wie schon einer der Leser schreibt, gibt es immer noch und ganz aktuell Fax f\u00fcr rechtsverbindliche Korrespondenz, aber auch Bestellungen und sogar Vertr\u00e4ge. Und das l\u00e4uft so gut und sicher wie vor 20 Jahren [&#8230;]<\/p>\n<p><em>Christian Treczoks:<\/em> Warum soll ich mir eine Mailadresse zulegen, die nur dazu dient, l\u00e4stige Beh\u00f6rdenpost einfacher zustellbar zu machen? Wo man mir vorgaukeln will, dass ein vom Ansatz her unsicheres und auch nicht sicherbares System meine Daten sch\u00fctzt? Und dann soll man auch noch f\u00fcr den Email-Versand bezahlen? Ich wei\u00df nicht, wer sich solche Systeme ausdenkt, aber er oder sie sollte den Drogengenu\u00df bei der Arbeit einstellen. Nicht jede Vision ist eine gute Idee&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>\u00a03. Sch\u00fcrmann Wolschendorf Dreyer: <a title=\"Sch\u00fcrmann Wolschendorf Dreyer: De-Mail auf dem Vormarsch? (23.10.2012)\" href=\"http:\/\/www.medienundmarken.de\/newsreader\/items\/de-mail-auf-dem-vormarsch.html\">De-Mail auf dem Vormarsch?<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Nicht wirklich Presse, aber Praktiker: Die Anw\u00e4lte der <a title=\"Kanzlei Sch\u00fcrmann Wolschendorf Dreyer\" href=\"http:\/\/www.medienundmarken.de\/home.html\">Kanzlei Sch\u00fcrmann Wolschendorf Dreyer<\/a> aus Berlin.<\/p>\n<blockquote><p>Bei der derzeitigen Rechtslage bietet De-Mail aber ebenso wie E-Mail keine Funktionalit\u00e4t, um das Schriftformerfordernis (<a href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/126.html\" title=\"&sect; 126 BGB: Schriftform\">\u00a7 126 BGB<\/a>) zu erf\u00fcllen. Sollen Dokumente, die grunds\u00e4tzlich einer eigenh\u00e4ndigen Unterschrift bed\u00fcrfen, mittels De-Mail versendet werden, so ist der Anwender zus\u00e4tzlich auf die Verwendung einer digitalen Signatur angewiesen, die sich bis jetzt im Rechtsverkehr aber nicht durchgesetzt hat. Diesbez\u00fcglich bietet De-Mail f\u00fcr den Anwender aktuell keinen Mehrwert. Es bleibt deshalb abzuwarten, ob nach der Verabschiedung des Gesetzesentwurfes rasch weitere Initiativen das Projekt De-Mail am Leben erhalten. Auch die bisher zertifizierten Anbieter, allen voran die Deutsche Telekom, sind gefordert, die Nutzung von De-Mail einem weiten Kreis von Nutzern schmackhaft zu machen.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder einmal eine kurze Presseschau zur De-Mail unter dem immer noch knackigen Titel &#8222;De-Mail ist kein iPhone&#8220;. 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