{"id":273,"date":"2012-12-07T12:49:41","date_gmt":"2012-12-07T12:49:41","guid":{"rendered":"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=273"},"modified":"2012-12-07T12:49:41","modified_gmt":"2012-12-07T12:49:41","slug":"e-government-gesetz-im-bundestag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=273","title":{"rendered":"E-Government-Gesetz im Bundestag"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat den Entwurf des <a title=\"De-Mail-News | E-Government-Gesetz im Kabinett beschlossen\" href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=156\">E-Government-Gesetzes<\/a> in den Bundestag <a title=\"Bundestags-Drucksache 17\/11473 vom 14. November 2012\" href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/114\/1711473.pdf\">eingebracht<\/a>\u00a0und hierbei auf die <a title=\"De-Mail-News | E-Government-Gesetz: Bundesrat hat Vorbehalte\" href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=255\">Bedenken und \u00c4nderungsw\u00fcnsche des Bundesrates<\/a> reagiert.<\/p>\n<p>Den <a title=\"De-Mail-News | E-Government-Gesetz: Bundesrat hat Vorbehalte\" href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=255\">hier bereits angesprochenen<\/a>\u00a0<a title=\"Bundesrats-Drucksache 557\/12 vom 2. November 2012\" href=\"http:\/\/www.bundesrat.de\/cln_320\/sid_4112725CB89011183CEE3967EA1EF418\/SharedDocs\/Drucksachen\/2012\/0501-600\/557-12_28B_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf\/557-12%28B%29.pdf\">Vorbehalten des Bundesrates <\/a>tritt die Bundesregierung so gut wie vollst\u00e4ndig entgegen.<\/p>\n<p>So lehnt der Bundesrat eine weitergehende Verpflichtung der L\u00e4nder und Kommunen ab, den elektronischen Rechtsverkehr zuzulassen. Seine Forderung, aus dem &#8222;muss&#8220; des \u00a7 2 Abs. 1 E-GovG ein &#8222;kann&#8220; zu machen (Nr. 8 a), weist die Bundesregierung zur\u00fcck: Eine solche Regelung sei angesichts von <a href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/BVwVfG\/3a.html\" title=\"&sect; 3a BVwVfG: Elektronische Kommunikation\">\u00a7 3a Abs. 1 VwVfG<\/a> entbehrlich, nach dem die Beh\u00f6rden schon jetzt k\u00f6nnen, wenn sie wollen. Die koordinierte Zulassung im Bund wie in den L\u00e4ndern erm\u00f6gliche eine ebenen\u00fcbergreifende Beh\u00f6rdenkommunikation.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Forderung des Bundesrates, der Bund m\u00f6ge die L\u00e4nder und Kommunen wenigstens f\u00fcr die Mehrkosten entsch\u00e4digen (Nr. 8 b), sieht die Bundesregierung keine Grundlage in der Finanzverfassung des Grundgesetzes. Danach tr\u00e4gt jede Verwaltungseinheit ihre eigenen Kosten selbst, <a href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/104a.html\" title=\"Art. 104a GG\">Art. 104a Abs. 5 GG<\/a>.<\/p>\n<p>Sodann fordert der Bundesrat eine Vorschrift, die die Beh\u00f6rden verpflichten soll, die B\u00fcrger \u00fcber die technischen Eigenarten von De-Mail <a title=\"heise.de | De-Mail: Die Verwaltung muss den B\u00fcrger erst erziehen (02.12.2012)\" href=\"http:\/\/heise.de\/-1722016\">aufzukl\u00e4ren<\/a>. Es m\u00fcsse darauf hingewiesen werden, &#8222;dass das von der Beh\u00f6rde \u00fcbersandte elektronische Dokument nicht aus dem Zusammenhang mit der De-Mail-Nachricht, mit der es versandt wurde, herausgel\u00f6st werden darf, weil ansonsten die Signierfunktion verloren geht&#8220; (Nr. 16).<\/p>\n<p>Die Bundesregierung sieht hierf\u00fcr keine Notwendigkeit. Zum einen sei der De-Mail-Anbieter aus \u00a7 9 De-Mail-Gesetz zur Aufkl\u00e4rung der Nutzer verpflichtet. Dabei m\u00fcsse er auch hierauf hinweisen. Zum anderen k\u00f6nnten die Beh\u00f6rden, die das f\u00fcr notwendig erachteten, auch ohne eine solche Vorschrift auf alles M\u00f6gliche hinweisen.<\/p>\n<p>Auch der Forderung des Bundesrates nach einer technikneutralen Formulierung in <a href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/BVwVfG\/3a.html\" title=\"&sect; 3a BVwVfG: Elektronische Kommunikation\">\u00a7 3a Abs. 2 VwVfG<\/a> (Nr. 17) weist die Bundesregierung zur\u00fcck. Es sei notwendig, jedenfalls aber vorzugsw\u00fcdrig, die sicheren Techniken in den Gesetzestext aufzunehmen. Andere sichere als die derzeit bekannten Techniken seien nicht bekannt. Falls sich das \u00e4ndern sollte, k\u00f6nne hierauf bei der Evaulierung des Gesetzes reagiert werden. Nur hilfsweise schl\u00e4gt sie eine Verordnungserm\u00e4chtigung vor.<\/p>\n<p>Lediglich die Forderung des Bundesrates, Beh\u00f6rden m\u00fcssten auf einen per De-Mail gestellten Antrag auf gleichem Wege antworten k\u00f6nnen, verspricht die Bundesregierung zu pr\u00fcfen (Nr. 15).<\/p>\n<p>Bundestags-Drucksache <a title=\"Bundestags-Drucksache 17\/11473 vom 14. November 2012\" href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/114\/1711473.pdf\">17\/11473 mit Stellungnahme des Bundesrates und Erwiderung der Bundesregierung<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Im <a title=\"Manssen, TKM (Erich-Schmidt-Verlag)\" href=\"http:\/\/www.esv.info\/978-3-503-04817-5\">Kommentar<\/a><\/strong>: Zum Inhalt der <strong>Aufkl\u00e4rungspflicht<\/strong> des De-Mail-Anbieters nach \u00a7 9 De-Mail-G\u00a0siehe K \u00a7\u00a09 Rdnr.\u00a012 ff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat den Entwurf des E-Government-Gesetzes in den Bundestag eingebracht\u00a0und hierbei auf die Bedenken und \u00c4nderungsw\u00fcnsche des Bundesrates reagiert. Den hier bereits angesprochenen\u00a0Vorbehalten des Bundesrates tritt die Bundesregierung so gut wie vollst\u00e4ndig entgegen. 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