{"id":630,"date":"2013-11-12T10:12:24","date_gmt":"2013-11-12T10:12:24","guid":{"rendered":"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=630"},"modified":"2013-11-18T12:12:48","modified_gmt":"2013-11-18T12:12:48","slug":"e-mail-made-in-germany-teil-ii-schlandnetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=630","title":{"rendered":"&#8222;E-Mail Made in Germany&#8220; Teil II: #schlandnetz"},"content":{"rendered":"<p>Wie <a title=\"Spiegel Online | \u00dcberwachung im Internet: Telekom dr\u00e4ngt auf Gesetz f\u00fcr nationalen Datenverkehr (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/spiegel.de\/article.do?id=932976\">Der Spiegel<\/a>\u00a0<a title=\"die tageszeitung | Pl\u00e4ne der Telekom \u2013 .de \u00fcber alles, \u00fcber alles in der Welt (10. November 2013)\" href=\"http:\/\/www.taz.de\/!127193\/\">berichtet<\/a>, m\u00f6chte die Telekom die Gunst der Stunde nutzen und das Ziel eines nationalen Internets\u00a0in die Koalitionsverhandlungen einschleusen. Es soll nicht mehr allein bei der <span style=\"color: #999999;\">&#8222;<\/span>freiwilligen<span style=\"color: #999999;\">&#8222;<\/span> Allianz deutscher E-Mail-Anbieter namens <a title=\"De-Mail-News | \u201cE-Mail Made in Germany\u201d: Mail-Verschl\u00fcsselung als Verkaufsargument (9. August 2013)\" href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=544\">&#8222;E-Mail Made in Germany&#8220;<\/a> bleiben \u2013 nicht nur E-Mails sollen allein in einem Netz aus &#8222;deutschen&#8220; Servern bleiben.\u00a0Vielmehr ist es das Ziel der <a title=\"die tageszeitung | Pl\u00e4ne der Telekom \u2013 .de \u00fcber alles, \u00fcber alles in der Welt (10. November 2013)\" href=\"http:\/\/www.taz.de\/!127193\/\">Initative<\/a>,<\/p>\n<blockquote><p>dass der Datenverkehr zwischen Punkten in Deutschland oder Europa nicht die regionalen Grenzen verlassen soll. In Europa wurde zum Beispiel ein \u201eSchengen-Routing\u201c mit L\u00e4ndern des freien Grenzverkehrs ins Gespr\u00e4ch gebracht.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die nicht abrei\u00dfenden NSA-Enth\u00fcllungen bilden ein wundersch\u00f6nes Hintergundbild f\u00fcr diese Business-Idee,<\/p>\n<blockquote><p>[Bei einem &#8222;Schengen-Routing&#8220;] bliebe Gro\u00dfbritannien au\u00dfen vor, wo der Geheimdienst GHCQ gemeinsam mit der NSA in gro\u00dfem Stil Daten aus Glasfaser-Leitungen abfischen soll. Derzeit k\u00f6nnen die Daten zum Teil \u00fcber verschiedene Kontinente flie\u00dfen.<\/p><\/blockquote>\n<p>die bei <a title=\"Netzpolitik.org | Die Wunschliste des Bundesinnenministerium f\u00fcr mehr \u00dcberwachung (10. November 2013)\" href=\"http:\/\/netzpolitik.org\/2013\/die-wunschliste-des-bundesinnenministerium-fuer-mehr-ueberwachung\/\">konservativen \u00dcberwachungsfreunden<\/a> auch insofern auf <a title=\"Spiegel Online | \u00dcberwachung im Internet: Telekom dr\u00e4ngt auf Gesetz f\u00fcr nationalen Datenverkehr (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/spiegel.de\/article.do?id=932976\">gro\u00dfen Widerhall<\/a>\u00a0st\u00f6\u00dft,<\/p>\n<blockquote><p>Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte bereits gefordert, dass der Datenverkehr zwischen Sendern und Empf\u00e4ngern, die beide in Deutschland sitzen, nicht \u00fcber den Atlantik laufen solle. Ebenso hatten sich die stellvertretenden Fraktionschefs der Union, G\u00fcnter Krings und Michael Kretschmer, f\u00fcr &#8222;National Routing&#8220; stark gemacht. Der Plan k\u00f6nnte nun Eingang in die Koalitionsverhandlungen finden.<\/p><\/blockquote>\n<p>wie die Telekom nach dem Gro\u00dfen Bruder Gesetzgeber pl\u00e4rrt, der die Idee\u00a0<a title=\"Spiegel Online | \u00dcberwachung im Internet: Telekom dr\u00e4ngt auf Gesetz f\u00fcr nationalen Datenverkehr (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/spiegel.de\/article.do?id=932976\">festschreiben soll<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Eine freiwillige L\u00f6sung sei wenig realistisch, sagte Telekom-Sprecher Philipp Blank. Dazu gebe es zu viele Anbieter. &#8222;Es ist nun an der Politik, f\u00fcr eine gesetzliche Regelung zu sorgen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Sonst aber findet die Idee eines fragmentierten Netzes wenig Begeisterung. W\u00e4hrend die &#8222;IT-Komissarin&#8220; Neelie Kroes\u00a0aber nur etwa gegen nationale, nicht europ\u00e4ische Inseln <a title=\"Spiegel Online | \u00dcberwachung im Internet: Telekom dr\u00e4ngt auf Gesetz f\u00fcr nationalen Datenverkehr (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/spiegel.de\/article.do?id=932976\">hat<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0&#8222;Es w\u00e4re niemandem geholfen, wenn wir das Internet in kleine nationale Abschnitte aufteilen.&#8220; Die L\u00f6sung sei, einen sicheren gemeinsamen europ\u00e4ischen Datenraum zu schaffen. &#8222;Keine Fragmentierung, bitte&#8220;, forderte die EU-Kommissarin.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8230; schn\u00fctteln die Techniker <a title=\"koehntopp.de | Dem Physischen verhaftet (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/vvv.koehntopp.de\/wpkris\/?p=735075\">nur die K\u00f6pfe<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>Der Datenbestand, den diese Dienste zu verarbeiten haben, ist zu gro\u00df f\u00fcr eine einzelne Maschine. Man kann &#8222;den Facebook-Server&#8220; genau so wenig beschlagnahmen wie &#8222;den web.de Mailserver&#8220; (ja, damit hat \u2013 w\u00f6rtlich \u2013 mal jemand mit M\u00fctze gedroht).<\/p>\n<p>Stattdessen teilt man den gro\u00dfen Datenbestand in eine Reihe von nicht \u00fcberlappenden Teilst\u00fccken auf (Partitionen) und weist dann jedem Server eine Reihe dieser Teilst\u00fccke zu (Sharding). Dabei kann es mehr als eine Kopie jedes Teilst\u00fccks geben (Replikation), damit auch in einem weltweiten Netz die Kopien nahe bei den Kunden sind, die nach den Daten fragen.<\/p>\n<p>Normalerweise ist das Management dieser Shards und ihrer Replikation recht automatisch: werden Daten \u00fcberwiegend aus Deutschland angefragt, gibt es eine oder mehrere Kopien dieser Daten auf Servern, die physisch in Deutschland stehen. Kommen im Sommer weitere Anfragen nach denselben Daten aus Spanien oder Griechenland dazu, werden weitere Kopien erzeugt, die physisch dort liegen, damit die Anfragen von Kunden dort schneller beantwortet werden k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es gibt also gar keine &#8222;deutschen Daten&#8220; auf &#8222;deutschen Servern&#8220;; die ganze Diskussion ist zu sehr <a title=\"koehntopp.de | Dem Physischen verhaftet (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/vvv.koehntopp.de\/wpkris\/?p=735075\">&#8222;dem Physischen verhaftet&#8220;<\/a>, als handele es sich bei den &#8222;deutschen Daten&#8220; um papierne Briefe.<\/p>\n<p>Es sei denn, man klinkt sich aus dem Internet aus. Ein Schritt dahin ist die De-Mail. Sie setzt auf &#8222;inl\u00e4ndische&#8220; Server, die nur mit\u00a0\u00a0&#8222;inl\u00e4ndischen&#8220; Servern reden, bzw. mit den Rechnern der Nutzern. Wo diese sitzen ist aber ebenso egal wie der Weg, den die Daten zwischen den Nutzern und den Servern bzw. zwischen den Servern nehmen. Hauptsache, sie sind verschl\u00fcsselt. (Prinzipiell. Von der <a title=\"De-Mail-News | Definierte \u201cSicherheit\u201d: Netz verlacht Gesetzgeber (19. M\u00e4rz 2013)\" href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=390\">&#8222;kurzzeitigen&#8220;<\/a> Entschl\u00fcsselung zur <del>\u00dcberwachung<\/del> \u00dcberpr\u00fcfung auf Viren <del><a title=\"De-Mail-News | Security Theater (3. Juni 2013)\" href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=464\">und andere sch\u00e4dliche Inhalte<\/a><\/del> abgesehen.)<\/p>\n<p>Die Computerwoche spricht daher von einer <a title=\"Computerwoche | Die Mogelpackung der Telekom: Clean Pipe - die M\u00e4r vom sicheren Internet (11.November 2013)\" href=\"http:\/\/www.computerwoche.de\/a\/clean-pipe-die-maer-vom-sicheren-internet,2549633\">&#8222;Mogelpackung&#8220;<\/a> zum Verkauf Telekom-eigener Cloud-Dienste, und weist \u2013 wie schon <a title=\"blog.fefe.de vom 14. Oktober 2013\" href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=aca2ddc8\">vor vier Wochen fefe<\/a> und mit \u00e4hnlicher Sprache (&#8222;scheinheilig&#8220;, &#8222;schlechter Witz&#8220;) \u2013 auf die bemerkenswerte Beziehung der Telekom zum Peering-Verfahren hin, das ein &#8222;nationales Routing&#8220; von alleine erm\u00f6glichte.\u00a0<a title=\"Netzpolitik.org | Stimmen zum Deutschlandnetz (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/netzpolitik.org\/2013\/stimmen-zum-deutschlandnetz\/\">Frank Rieger, CCC, hierzu<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Die Telekom will, entgegen der \u00fcberall sonst \u00fcblichen Gepflogenheiten, Geld daf\u00fcr, da\u00df sich andere Internetanbieter mit ihrem Backbone-Netz verbinden. Normalerweise schliessen sich diese an Knotenpunkten wie dem DE-CIX ohne gegenseitige Rechnungsstellung zusammen, das nennt man \u201cpeering\u201d. Da nun niemand der Telekom Geld bezahlen will, routen die meisten Anbieter ihren Verkehr Richtung Telekom \u00fcber andere, meist US-amerikanische und britische Carrier, mit denen sie kostenfrei peeren k\u00f6nnen. Sobald die Telekom aufh\u00f6rt das Peering durch Geldforderungen zu behindern bleibt der allergr\u00f6\u00dfte Teil des \u2018innerdeutschen\u2019 Internetverkehrs ohnehin in Deutschland und ist damit auch (zumindest in der juristischen Theorie) dem Zugriff des BND entzogen.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00c4hnlich <a title=\"Zeit Online | \u00dcberwachung: Ein Schlandnet w\u00fcrde nur der Telekom n\u00fctzen (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2013-11\/schlandnet-telekom-nsa-internet\">Kai Biermann f\u00fcr die Zeit<\/a>, die zudem die sch\u00f6nsten Reaktionen des Netzes auf &#8222;#schlandnet&#8220; <a title=\"Storify | Ein Schlandnet nur f\u00fcr Deutschland (11. November 2013)\" href=\"http:\/\/storify.com\/zeitonline\/schlandnet-weist-uns-in-die-grenzen\">gesammelt hat<\/a>, und ausf\u00fchrlich <a title=\"mspr0.de | \u201cDie gegen Wir\u201d (10. November 2013)\" href=\"http:\/\/mspr0.de\/?p=3851\">mspr0<\/a> sowie\u00a0<a title=\"J\u00fcrgen \u201ctante\u201d Geuter | Der Weltnetzsuchantrieb \u2013 Ein Kommentar zum #schlandnet (8. November 2013)\" href=\"http:\/\/tante.cc\/2013\/11\/08\/der-weltnetzsuchantrieb-ein-kommentar-zum-schlandnet\/\">@tante<\/a>.<\/p>\n<p>Ganz kurz dagegen <a title=\"kattascha.de\" href=\"http:\/\/kattascha.de\/\">@kattascha<\/a>:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" width=\"550\">\n<p>Von den Machern von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%23DEMail&amp;src=hash\">#DEMail<\/a> jetzt neu: Das deutsche Internet: <a href=\"http:\/\/t.co\/oKY11gKkzd\">http:\/\/t.co\/oKY11gKkzd<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%23Schlandnet&amp;src=hash\">#Schlandnet<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Katta (@kattascha) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kattascha\/statuses\/400195266583613440\">November 12, 2013<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Der Spiegel\u00a0berichtet, m\u00f6chte die Telekom die Gunst der Stunde nutzen und das Ziel eines nationalen Internets\u00a0in die Koalitionsverhandlungen einschleusen. 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