{"id":931,"date":"2015-07-14T14:00:09","date_gmt":"2015-07-14T14:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=931"},"modified":"2015-07-21T11:25:14","modified_gmt":"2015-07-21T11:25:14","slug":"kritik-der-linken-an-de-mail","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=931","title":{"rendered":"Kritik der Linken an De-Mail"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\">Die Linke<\/a> hat am 11. Juni 2015 in einer <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/btgo_1980\/__104.html\">Kleinen Anfrage<\/a> (<a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/051\/1805190.pdf\">BT-Drs. 18\/5190<\/a>) ihre Kritik an der De-Mail wiederholt und sodann in gesamt 24 Fragen die Bundesregierung zu den Kosten der Entwicklung des Systems, zur Akzeptanz bei Nutzern und Beh\u00f6rden, zur Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung, zum m\u00f6glichen Datenzugriff durch Sicherheitsbeh\u00f6rden und zu vergleichbaren Projekten in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gel\u00f6chert. Die Antworten des Innenministeriums vom 1. Juli 2015 (<a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/054\/1805440.pdf\">BT-Drs. 18\/5440<\/a>) sind h\u00f6chst interessant, <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=927\">und<\/a> <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=931\">gut<\/a> <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=936\">f\u00fcr<\/a> <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=939\">eine<\/a> <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=941\">ganze<\/a> <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=948\">Reihe<\/a> <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=951\">Blogposts<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Etwa, was die Kritik an De-Mail angeht. In der Gesch\u00e4ftsordnung des Bundestages hei\u00dft es in <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/btgo_1980\/__104.html\">\u00a7104 Abs. 1<\/a>:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong>\u00a7 104 GOBT. Kleine Anfragen<\/strong><\/em><\/p>\n<p>(1) In Kleinen Anfragen kann von der Bundesregierung Auskunft \u00fcber bestimmt bezeichnete Bereiche verlangt werden. Die Fragen sind dem Pr\u00e4sidenten einzureichen; <strong>sie d\u00fcrfen keine unsachlichen Feststellungen oder Wertungen enthalten<\/strong>. Eine kurze Begr\u00fcndung kann angef\u00fcgt werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dem entsprechend enth\u00e4lt die Kleine Anfrage keine unsachlichen Feststellungen oder Wertungen, sondern nur eine kurze Begr\u00fcndung. In dieser <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/051\/1805190.pdf\">hei\u00dft es<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Der <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=876\">Zwischenbericht der Bundesregierung<\/a> nach Artikel 4 des Gesetzes zur Regelung von De-Mail-Diensten und zur \u00c4nderung weiterer Vorschriften (Bundestagsdrucksache <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/040\/1804042.pdf\">18\/4042<\/a> vom 16. Februar 2015) best\u00e4tigte erneut die seit der Einf\u00fchrung bestehenden Akzeptanzprobleme&#8230;<br \/>\nAm 15. April 2013 hatten der Chaos Computer Club und weitere Sachverst\u00e4ndige in einer \u00d6ffentlichen Anh\u00f6rung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages der De-Mail in puncto Sicherheit ein katastrophales Zeugnis ausgestellt.<br \/>\nDer zentrale Kritikpunkt war die fehlende Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung, die den De-Mail-Providern, Polizei, Geheimdiensten und potenziellen Angreifern Zugriff auf die unverschl\u00fcsselten Kommunikationsdaten gew\u00e4hre. Trotz dieser schwerwiegenden Bedenken beschloss der Deutsche Bundestag am 18. April 2013 das Gesetz zur F\u00f6rderung der elektronischen Verwaltung.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zwar erm\u00f6glichten die De-Mail-Anbieter nun eine <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=888\">Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung <\/a><a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=914\">mittels PGP<\/a>. Die L\u00f6sung sei aber <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=914\">benutzerunfreundlich<\/a> und zudem nicht <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=762\">standardm\u00e4\u00dfig <\/a>implementiert, im Unterscheid etwa zu iMessage und WhatsApp.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sei die De-Mail ein Kostengrab:<\/p>\n<blockquote><p>Weiterhin bestehen erhebliche Zweifel, dass die Provider diesen Dienst kostendeckend betreiben k\u00f6nnen. Zumindest United Internet AG beziffert die <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=911\">erheblichen Anlaufverluste in ihrem Gesch\u00e4ftsbericht<\/a>.<\/p><\/blockquote>\n<p>Im \u00dcbrigen habe der &#8222;US-amerikanische Spionagedienstleister&#8220;<br \/>\n(CSC) <a href=\"http:\/\/skrobotz.de\/de-mail\/?p=634\">seine H\u00e4nde im Spiel<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Am 15. November 2013 hatte die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/csc-konzern-deutschland-vergibt-auftraege-an-us-spionagefirma-1.1820085\">berichtet<\/a>, dass an das deutsche Tochterunternehmen des US-amerikanischen Spionagedienstleisters Computer Sciences Corporation (CSC) auch im Rahmen der De-Mail-Entwicklung<br \/>\nAuftr\u00e4ge ergangen seien. Laut einer Meldung auf \u201ewww.netzpolitik.org\u201c war die Firma noch bis zum Jahr 2012 mit der \u201eUnterst\u00fctzung bei der Fachkommunikation\u201c befasst. Neben mehreren Studien zur \u201eUnterst\u00fctzung bei der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Akzeptanzmanagement\u201c betreute CSC demnach noch bis M\u00e4rz 2014 ein Vorhaben \u201eProjektunterst\u00fctzung De-Mail\u201c. Auch das \u201eKompetenzzentrum De-Mail\u201c wurde ebenfalls von CSC bei der Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit beraten (vgl. <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/csc-in-alle-grossen-it-vorhaben-eingebunden-de-mail-npa-epa-staatstrojaner-waffenregister-e-gerichtsakte-e-strafregister\/\">www.netzpolitik.org vom 18. November 2013<\/a>).<\/p><\/blockquote>\n<p>Nicht viel Neues von dieser Seite also &#8212; aber einmal sch\u00f6n zusammengestellt und prominent pr\u00e4sentiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Linke hat am 11. 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